Re: Einheitliche Schreibweise und Wortfindung Hallo Zusammen,
die Standardisierungsbemühungen finde ich gut. Sie machen auch Sinn (ISO,EN,DIN). Wer davon abweichen will oder mag oder muß, völlig in Ordnung. Dafür wird es dann jeweils mehr oder weniger gute Gründe geben. Zum Beispiel eine klarere Zielgruppenorientierung. Wenn aber der einzelne Wunsch nach Individualität einen allgemeinen Standard verhindert, ist das schade. Sprächen alle Menschen ihre eigene, selbst entwickelte und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte, Sprache, hätten wir mehr als nur ein Kommunikationsproblem. So viel Standard wie möglich und so viel Individualität wie möglich. Die beste Antwort auf diesen Zielkonflikt, ermöglicht die umfassendste und effektivste Kommunikation.
Der "Trend zur einheitlichen Websprache" wird begrenzt durch den "Wunsch nach Individualität". "Homogenität" wird den Wortschatz nicht auf 500 amerikanische Wörter reduzieren; dann könnte man sich nicht hinreichend verständlich ausdrücken. Feinschliff; umfassend und individuell, verträgt sich nicht mit Raspel; schnell, effektiv und effizient.
Ich wünsche mir den "Übersetzungsstandard" DUDEN. Er ist der Standard für die deutsche Sprache. Eine individuelle Anpassung bleibt, wie schon immer, in meiner Verantwortung. Dafür ist ein zusätzlicher Trend-Standard nicht nötig.
Neben "Portfolio", kommen "Konto", "Giro", "Agio" sowie viele weitere, kaufmännische, Begriffe aus der italienischen Sprache. Wohl kaum ein Mensch würde sie übersetzen. Es gibt auch schlicht keine deutschen Entsprechungen dafür. Allerdings ist vielleicht gerade das der Grund dafür, warum viele Menschen nicht wissen, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt. Ergo: einerseits erläutern und andererseits lernen! Wie die amerikanische Internet-Sprache. So wird "account" wieder "Konto" und "web" bleibt "Web" aber was unklar ist, wird erklärt.
Herzlichst,
Jörn |